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Menschen, Tiere und Pflanzen

Die biologische Landwirtschaft

Alles ist in der Bio-Landwirtschaft miteinander verbunden. Seit den 1920er Jahren gibt es diese besondere Form der Landwirtschaft und sie steht sowohl für Tradition, als auch für Innovation. Die Bio-Philosophie mit ihren sieben Eckpfeilern und die gesetzlichen Rahmenbedingungen (EU-Bio-Verordnung) bilden die Basis auf derer die Bio-Landwirte wirtschaften.

 

Die Geschichte der Bio-Landwirtschaft begann in den 1920er Jahren. Als Gründer der "biologisch-dynamischen" Produktionsweise gilt der Anthroposoph Rudolf Steiner. Der "organisch-biologische Landbau" hingegen entstand 1950 aus der Schweizer Heimatbewegung. Beide Produktionsweisen entwickelten sich durch das Einfließen von wissenschaftlichen Erkenntnissen und neuen Konzepten laufend weiter. Zum heutigen Zeitpunkt gilt die Bio-Landwirtschaft als eine der umweltschonendsten Produktionsweisen.

  • Geschlossene Kreisläufe

    Die biologische Landwirtschaft arbeitet so weit wie möglich in geschlossenen Kreisläufen. Das bedeutet: Was am Hof anfällt, wird weiter genutzt. So wird etwa Kompost erzeugt. Mist, Jauche und Gülle werden als Wirtschaftsdünger verwendet und Leguminosen zur Stickstoffbindung und Anreicherung des Bodens angebaut.

  • Artgemäße Tierhaltung

    In der Bio-Landwirtschaft werden besonders tierfreundliche Haltungssysteme angewendet: Die Tiere haben genügend Platz für Auslauf und Weidegang. Das Futter stammt aus biologischer Landwirtschaft und ist somit gentechnikfrei.

  • Natürliche Selbstregulierung

    Der Einsatz von leicht löslichem Mineraldünger sowie chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) ist verboten. Eine vielfältige Fruchtfolge, der Einsatz von Nützlingen, schonende Bodenbearbeitung und Homöopathie bei Tieren sorgen für ein ökologisches Gleichgewicht auf den Feldern und in der Tiergesundheit.

  • Gentechnikfrei

    In der biologischen Produktion werden keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt – weder in der Tierhaltung noch im Pflanzenbau.

  • Bodenleben

    Durch sorgfältige Bearbeitung des Bodens und die Ausbringung von Kompost und Wirtschaftsdünger wird die Vielfalt des Bodenlebens gefördert. Dies erhält und bereichert wiederum Bodennährstoffe.

  • Vielfältig

    Im Biolandbau werden dem Standort angepasste Pflanzensorten angebaut. Auch in der Tierzucht wird auf angepasste und robuste Tierrassen gesetzt. Diese Faktoren sowie das Fehlen von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln erhöhen die natürliche Artenvielfalt auf Bio-Ackerflächen.

  • Nachhaltig

    Die biologische Landwirtschaft spart große Mengen an Treibhausgasen ein. Die Gründe dafür: Es wird kein leicht löslicher Stickstoffdünger verwendet, der energieintensiv produziert wird, und das Futter kommt zum großen Teil aus dem eigenen Betrieb. Außerdem ist die CO2-Bindung im Boden wegen seines höheren Humusanteils besser.