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Bio und die

Pflanzen

Geht es um die Pflanzen, dann geht es um den Boden. Denn ein fruchtbarer Boden ist die Basis für unsere Nutzpflanzen.  

 

Unser Boden ist – neben Wasser und Luft – wohl das wertvollste Gut auf der Erde. Die Funktionen des Bodens sind vielfältig. Er bildet nicht nur die Grundlage unserer Ernährung, sondern stellt für eine Vielzahl von Lebewesen Lebensraum dar. Durch den Boden werden Schadstoffe gefiltert und unser wertvolles Grundwasser wird geschützt. Er fungiert ebenso als wichtiges Speichermedium für Regenwasser. Fazit: Der Boden benötigt unseren besonderen Schutz.

 

 

Im Boden geht’s rund, denn auf einem Hektar in einer Tiefe bis 30 cm leben 25 t Bodenlebewesen:

10 t Bakterien und Strahlenpilze 
10 t Pilze und Algen 
4 t Regenwürmer 
1 t übrige Bodenfauna (Bodenbiologie Einführung: Zechmeister-Boltenstein, 3)

Alles dreht sich um den Boden

Humuswirtschaft

Ein wichtiges Kennzeichen für die Bodenfruchtbarkeit ist der Humusanteil im Boden. Humus sind alle abgestorbenen, organischen Substanzen des Bodens. Ausgangsmaterial sind Ernterückstände, Wurzelrückstände, Stroh, Gründüngung und organische Düngung (Friedel, 2015, Bodenfruchtbarkeit). Der Humus verbessert die Belüftung des Bodens, den Wasserhaushalt und versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen.

 

Bio Info:

Die Bio-Landwirtschaft ergreift viele Maßnahmen um den Boden fruchtbar und lebendig zu halten. Dazu zählen:

Sachgerechte Düngung 
Vielfältige Fruchtfolge 
Geeignete Bodenbearbeitung 
Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel
Kein Einsatz von mineralische Stickstoffdünger
Gezielte Förderung von Bodenlebewesen
Düngung - NATÜRLICH wird gedüngt!

Sachgerechte Düngung, was heißt das eigentlich? Prinzipiell gilt: Durch die Ernte werden dem Boden Nährstoffe (Stickstoff, Phosphor und Kalium) entzogen. Die Düngung soll diesen Nährstoffverlust wieder ausgleichen. Pflanzen benötigen die Nährstoffe zum Wachsen und Gedeihen. In der Bio-Landwirtschaft werden organische Düngemittel eingesetzt. Das heißt es kommt statt mineralischer Düngemittel vermehrt Kompost, Mist und Gülle auf die Felder. Das große Plus dabei: Neben der Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen, wird auch der Humus aufgebaut.

 

In der Bio-Landwirtschaft gilt der Grundsatz: „Wir düngen nicht die Pflanze, wir bauen die Humusqualität auf“.

 

Der gezielte Einsatz einer gut geplanten Fruchtfolge, der Anbau von Zwischenfrüchten, die richtige Auswahl der Pflanzen und eine sachgerechte Bodenbearbeitung helfen ebenso die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen.

 

Bio Info: 
Leicht lösliche und synthetische Mineraldünger sind in der Bio-Landwirtschaft verboten. Das gilt besonders für mineralische Stickstoffdüngemittel.
Fruchtfolge - Vielfältig und abwechslungsreich

Was baue ich wann auf meinem Feld an? Mit einer geschickt geplanten und gut durchdachten Fruchtfolge kann der Landwirt unterschiedliche Ziele erreichen. Egal ob er die Fruchtbarkeit des Bodens fördern, Futter für die Nutztiere produzieren, eine optimale Nährstoffversorgung der Pflanzen erreichen, oder sogar den Schädlings- und Krankheitsdruck reduzieren möchte.

Bio Info: 
Die Fruchtfolge agiert als eine der besten vorbeugenden Maßnahmen in der Bio-Landwirtschaft.
Nützlinge - Kleine Helfer, große Wirkung

Der Regenwurm lockert den Boden und produziert zugleich wertvollen Humus. Die Bienen gehen ihren Auftrag der Bestäubung nach und der Marienkäfer vertilgt die Blattläuse auf der Kulturpflanze. Kein Wunder also, dass der Bio-Landwirt seine Nützlinge schützen und fördern möchte. Insekten, Gliedertiere, Würmer, Bakterien und Pilze sie alle gehören dazu und bilden ein natürliches System, welches effizient und durchdacht ist. Die Bio-Landwirtschaft erkennt dieses System und versucht es zu schützen und zu fördern. 

Doch viele dieser Helfer sind in Gefahr. In einer Insektenstudie haben Wissenschaftler 27 Jahre lang Naturschutzgebiete auf ihren Insektenreichtum untersucht. Das Ergebnis: Die Biomasse der Fluginsekten ist um 75 Prozent zurückgegangen. Es sind nicht nur gefährdete Arten betroffen, sondern die ganze Welt der Insekten (Ökologie und Landbau, 01 2018, Seite 8).

Pflanzenschutz - Präventiv statt direkt

Pflanzen sind mit vielen Gefahren konfrontiert. Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter können ihnen stark zusetzen. Der Landwirt trägt die Verantwortung und möchte seine Pflanzen schützen.

Bio Info: 
Herbizide und chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel sind in der Bio-Landwirtschaft verboten.

Der Bio-Landwirt bedient sich anderer Werkzeuge, um seine Pflanzen zu behüten. Er setzt vor allem auf vorbeugende (widerstandsfähige Pflanzen), mechanische (z.B. Unkrautbekämpfung durch Hacken) und biologische Maßnahmen (z.B. gezielter Einsatz von Nützlingen) (Kühne, 2018, 12).

BIO - Natürlich Gentechnikfrei
Bio Info: 
Die biologische Landwirtschaft verzichtet komplett auf Gentechnik.

 

Das bedeutet die Tiere dürfen nur mit gentechnikfreiem Bio-Futter gefüttert werden, es wird kein gentechnisch verändertes Saatgut verwendet und es werden keine gentechnisch veränderten Tiere gehalten. Auch in der Verarbeitung findet Gentechnik keinen Platz, weder als Hilfsstoff noch als veränderte Mikroorganismen.

BIO - Pflanzen mit Spezialeffekten

Am Bio-Acker herrschen besondere Bedingungen und das erfordert Pflanzen, die darauf vorbereitet bzw. daran angepasst sind. Durch den kompletten Verzicht auf Herbizide und chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel, setzen Bio-Landwirte auf vorbeugende Maßnahmen um ihre Pflanzen zu beschützen. Die richtige Sorten- und Artenwahl ist eine dieser vorbeugenden Maßnahmen.

 

Drei Eigenschaften von Pflanzen, die helfen am Acker die Größte zu sein!

  • Resistenzen (Widerstandsfähigkeit)
  • Konkurrenzfähigkeit und
  • Nährstoffaneignungspotential (z.B. gute Stickstoffaufnahme)

Diese Eigenschaften der Pflanzen helfen um sich gegen Unkräuter, Schädlinge und Krankheiten durchzusetzen.

Biodiversität schafft

Vielfalt

Biodiversität hat drei Bedeutungen: Artenvielfalt, genetische Vielfalt und Vielfalt der Ökosysteme.

  • Artenvielfalt

    Der Biolandbau trägt wesentlich zur Biodiversität bei, da er oft auf altbewährte Sorten und Rassen setzt. Sie sind zwar manchmal etwas weniger produktiv, dafür aber widerstandsfähiger und besser an die Umwelt- und Standortbedingungen angepasst.

  • Genetische Vielfalt

    Der Erhalt von alten Haustierrassen trägt zur genetischen Vielfalt bei. Das Fleisch dieser Tiere wird häufig direkt vom Erzeuger vermarktet. Auch im Bio-Obst- und -Gemüsebau werden immer häufiger alte Raritäten kultiviert.

  • Vielfalt der Ökosysteme

    Bio-Bauern schaffen durch vielfältige und artenreiche Wiesen und Hecken aktiv Lebensraum für viele Tierarten, insbesondere Nützlinge, aber auch diverse Vogelarten und Insekten.

  • Erde für den Garten

    Beim Kauf von Erde für den eigenen Garten darauf achten, dass kein Torf enthalten ist. Dieser wird aus Hochmooren gewonnen. Die Entnahme zerstört den natürlichen Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen.