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Für Fortgeschrittene ohne Garten:

Einpflanzen statt Wegwerfen II

Gilt nicht nur für die Klassiker Ingwer, Zwiebel und Karotte: Wer ganz im Sinne des Wiederverwertungsgedanken Überbleibsel von Bio-Gemüse und -Obst nicht gleich wegwerfen möchte, kann auch ohne Garten oder kühles Fensterbankerl aus Resten neue Pflanzen züchten. Wie gewinnt man aus dem Kern einer Bio-Avocado ein neue? Und was muss man beachten, wenn man Champignons selbst anbaut?
Hier haben wir gezeigt, wie aus klassischen Küchenresten ohne Gartenwerkzeug und besonderes Know-how neue Pflänzchen werden können. Heute widmen wir uns zwei ungewöhnlicheren Projekten:

Avocado-Zimmerbaum

Zu den zeitintensiveren Vorhaben gehört die Selbstaufzucht einer Avocado. Sie stammt aus der Familie der Lorbeergewächse und hat ihren Ursprung im tropischen und südtropischen Zentralamerika. Wer motiviert ist, einen eigenen Avocadobaum zu züchten, braucht dafür einen Kern der Frucht und langen Gärtneratem.

Der Avocadokern wird auf zwei großen Holzstäbchen (bzw. Zahnstochern) aufgespießt und mit der runden Seite nach unten und der spitzen nach oben in ein mit Wasser gefülltes Glas gelegt. Durch die Stäbchenkonstruktion sollte der Kern dabei nicht untergehen und so nur bis zur Hälfte nass werden. Jetzt heißt es warten. Denn erst wenn der neue Keimling nach circa zwei Monaten den Kern spaltet, kann jener samt Spross in einen Topf mit Erde gesetzt werden.
Für ein gutes Wachstum braucht die Avocadopflanze anschließend einen hellen und sonnigen Standort.

Der gewachsene Trieb sollte bei einer Höhe von 15 Zentimetern gestutzt werden, dieser erste Schnitt hilft der Pflanze dabei, schön buschig zu werden. Wer nicht mehr als einmal pro Woche gießt, kann nach drei Jahren mit einem richtig großen Baum mit einer Höhe von einem Meter rechnen. Etwas länger dauert es allerdings, bis erste eigene Avocados an diesem hängen. Das kann sieben bis fünfzehn Jahre in Anspruch nehmen. Besonders gut gedeihen Avocadobäume übrigens aus dem Kern dunkler Avocados.

Champignons-League

Der Eigenanbau von Champignons ist herausfordernd. Ganz im Gegensatz zu den im Süden heimischen Avocados mögen es die Pilze gerne dunkel und kalt.  Daher braucht auch, wer versuchen will, Pilze ohne professionelle Anzuchtsets anzubauen, dafür vor allem die entsprechenden Räumlichkeiten. Am besten Kellerräume, die den Bio-Champignons kühle und lichtarme Bedingungen bieten können.


Champignons können sich theoretisch selbst über Sporen auf ihren ungewaschenen Resten vermehren, aber eben nur in der passenden Umgebung und nachhelfen ist sicherer. Die Stängel der Champignons dafür in reichhaltige und feuchte Erde setzen. Am besten die Erde mit Kompost anreichern. Wenn der Eigenanbau der Champignons gelungen ist, sollten sich nach ungefähr sechs Tagen neue Pilzköpfe zeigen.