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Pflanzenzucht aus Küchenabfällen

Einpflanzen statt Wegwerfen

Aus Küchenabfällen neue Pflanzen ziehen? Geht das? Die Antwort ist: Ja. Je nach Ausdauer und Zeitbudget lässt sich aus Bio-Obst-und Gemüseresten wertvolles neues Pflanzgut für daheim kultivieren.

Bevor man das nächste Mal Bio-Gemüsereste auf den Kompost oder in den Biomüll wandern lässt, lohnt es sich, noch einmal inne zu halten. Es ist nämlich gut möglich, dass man sich die Chance entgehen lässt, eine eigene Pflanze aus den Küchenresten zu ziehen.


Knollenkraft: Ingwerwurzeln

Besonders einfach geht das mit Ingwer. Die Ingwerwurzel kommt ursprünglich aus tropischen und subtropischen Gebieten und mag es dementsprechend warm. Wer aus Ingwerresten in seiner Wohnung immer wieder neue Knollen kultivieren will, braucht dafür nur einen größeren, mit Erde befüllten Topf. Falls das Pflanzgefäß keine Löcher hat, ist es ratsam, für die Drainage etwas Kies als Untergrund in das Behältnis zu geben, bevor man die Erde einfüllt. Die Erde sollte Zimmertemperatur haben.

Für den Anbau empfiehlt es sich, Ingwerreste mit einer Größe von circa fünf Zentimetern Größe und einem „Anschnitt“ im Topf zu verteilen. Dafür einfach an einer Stelle ein Stück von der Wurzel abschneiden, damit das gelbe Innere sichtbar wird. Die Stücke im mit Pflanzenerde befüllten Topf nochmals leicht mit Erde bedecken. 

Anschließend sollte der ganze Topf mit lauwarmem Wasser gut durchnässt und mit einer Abdeckung auf einen warmen Platz (wenn möglich beispielsweise auf einen Heizkörper) an ein Fenster gestellt werden. Erst wenn anfängliche Triebe zu erkennen sind, wird die „Haube“ vom Topf wieder abgenommen. Ingwer braucht kein direktes Sonnenlicht, dennoch sollte der Standort hell sein.

Bio-Knoblauch und Zwiebel in der Küche ernten


Knoblauch und Zwiebel lassen sich auf ähnliche Weise aus Knollenresten gewinnen. Bei der Zwiebel wird das übrig gebliebene Ende, an dem die Wurzel noch intakt ist, in eine Blumenkiste mit Erde (mit der Wurzel nach unten) eingesetzt, bei der Knoblauchzehe sollte das spitze Ende nach oben zeigen und das flachere nach unten.
Zwischendurch immer wieder bewässern, bis nach einiger Zeit lange grüne Stängel aus der Erde sprießen. Um das Wachstum der Knollen anzuregen, sollten die Stängel etwas zurückgeschnitten werden. Die neuen jungen Pflanzen können (je nach Wetterlage schon Ende Februar oder im März) auch ins Freie gesetzt werden.

 

Einen längeren Atem braucht man für die Ananas, aus deren Strunk man ebenfalls eine neue Frucht im Wasserglas heranzüchten kann. Bis man mit der ersten Ananas aus Eigenproduktion rechnen darf, können allerdings bis zu drei bis fünf Jahre vergehen und man muss ein wenig Platz für das bald gar nicht mehr so kleine Pflänzchen einplanen.

Schnellere Erfolge lassen sich mit dem erneuten Anbau der Reste von Sellerie, Frühlingszwiebel und Lauch erzielen.
Diese sollten zunächst in ein Wasserglas gegeben werden. Beim Staudensellerie dafür einen Stumpf von circa sieben Zentimetern verwenden, genau so bei den Frühlingszwiebeln und dem Lauch eine ähnliche Länge wählen. Diese mit den Wurzeln nach unten in das kalte Wasser stellen. Eine bis zwei Wochen später sollten die daraus gewachsenen Pflänzchen in die Erde eingesetzt werden.

Ähnlich funktioniert es auch mit Karotten: Karottenköpfe in ein Gefäß mit ein wenig Wasser legen, dabei die Enden rausschauen lassen und auf einem hellen Fensterbrett abstellen. Wenn es zur Wurzelbildung gekommen ist, können die neuen Pflanzen in eine Blumenkiste oder einen großen Topf mit Erde gesetzt werden.