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AMA-BIOSIEGELEU-Biologo

Wofür steht das EU-Biologo?

Die Bio-Landwirtschaft folgt klaren gesetzlichen Bestimmungen. Im gesamten EU-Raum gelten die EU-Verordnungen 834/2007 und 889/2008. Deren Einhaltung wird von unabhängigen, staatlich anerkannten Kontrollstellen überprüft. Die Europäische Union hat mit diesen Verordnungen eine Basis für europaweit gültige Standards geschaffen.

Wofür steht das AMA-Biosiegel?

Die AMA-Biosiegel-Richtlinie sorgt für Bio-Lebensmittel von besonders hoher Qualität. Die Mindestanforderungen gehen über die gesetzlichen Standards hinaus. Das AMA-Biosiegel steht also für mehr Bio und mehr Qualität, nämlich:

  • 100 % biologische Zutaten
  • ausgezeichnete Qualität
  • transparente Herkunft der Rohstoffe
  • von unabhängigen Stellen kontrolliert

Bei welchen Kriterien übertrifft das AMA-Biosiegel die gesetzlichen Standards?

  1. 100 Prozent biologische Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs
  2. Optimale Produktqualität (Gute Herstellungspraxis / HACCP)
  3. Möglichste Naturbelassenheit, d.h. Reduzierung der Zusatzstoffe. Rund ein Viertel der Zusatzstoffe, deren Verwendung die EU-Bio-Verordnung erlaubt, darf bei AMA-Biosiegel-Produkten nicht verwendet werden.
  4. Verpflichtende Produktanalysen und Labortests, z.B. eine Höchstgrenze der Gesamtkeimzahl bei Wurst, systematisches Rückstandsmonitoring bei Obst, etc.
  5. Geschmack, Geruch, Konsistenz, Aussehen nach dem AMA-Gütebewertungsschema
  6. Umweltschonende Verpackung, z.B. Verbot von chlorhaltigem Verpackungsmaterial
  7. Transparente Herkunftskennzeichnung der landwirtschaftlichen Rohstoffe bei zusammengesetzten Produkten

 

 

Welche Produkte werden mit dem AMA-Biosiegel ausgezeichnet?

Das AMA-Biosiegel wird ausschließlich für Bio-Lebensmittel vergeben. Der Schwerpunkt liegt auf Produkten wie Milch und Milchprodukten, Obst, Gemüse, Erdäpfeln und Eiern, Fleisch und Fleischwaren und Geflügel sowie Brot und Gebäck.

Was sagt das AMA-Biosiegel über Bio-Zutaten aus?

Bei zusammengesetzten Lebensmitteln erlauben die gesetzlichen Standards eine Bio-Kennzeichnung, wenn 95 Gewichtsprozent der Zutaten aus biologischer Landwirtschaft stammen. Die AMA ist hier strenger: Wird ein aus mehreren Rohstoffen zusammengesetztes Lebensmittel, z.B. Wurst,  mit dem AMA-Biosiegel ausgezeichnet, kommen die landwirtschaftlichen Zutaten zu 100 Prozent aus biologischer Produktion. Nur wenn Gewürze (etwa Pfeffer), Naturdärme, Gelatine, Hefe oder Pektin nicht aus biologischer Produktion verfügbar sind, dürfen diese Zutaten aus nicht-biologischer Produktion bis zu maximal fünf Gewichtsprozent verwendet werden.

Wodurch unterscheidet sich das AMA-Biosiegel von anderen Informationen und Logos?

Im Lebensmittelhandel bzw. in Bio-Fachgeschäften sind viele Zeichen auf Bio-Lebensmitteln zu finden, zum Beispiel Handels- und Herstellermarken, Zeichen von Kontrollstellen sowie Verbandszeichen. Das AMA-Biosiegel ist ein Bio-Gütesiegel und neben dem EU-Biologo das einzige behördliche Kennzeichen für Bio-Lebensmittel.

Wie viele Bio-Bauern und Bio-Lizenznehmer gibt es in Österreich?

Rund 21.000 landwirtschaftliche Betriebe produzieren in Österreich Rohstoffe für Bio-Lebensmittel. In das AMA-Biosiegel-Programm sind rund 180 Be- und Verarbeitungsbetriebe mit zirka 250 Betriebsstätten eingebunden.

Warum kaufen Konsumenten Bio-Lebensmittel?

Bio-Lebensmittel werden vor allem von Personen gekauft, die ein hohes Ernährungsbewusstsein aufweisen und sich möglichst gesundheitsfördernd ernähren wollen. Die Naturbelassenheit in der Produktion und Verarbeitung der Lebensmittel spielt für sie eine zentrale Rolle. Artgemäße Tierhaltung sowie die schonende Nutzung der Ressourcen, des Bodens und der Energie sind weitere wichtige Faktoren, die Konsumenten zu Bio-Lebensmitteln greifen lassen. Nicht zuletzt schätzen viele Bio-Konsumenten den Bio-Geschmack.

Was ist besser – Bio oder regional?

Im Gegensatz zu Bio mit strikten gesetzlichen Vorgaben gibt es für Regionalität keine einheitliche behördliche Definition. Regionalität sollte also stets erklärt werden. Sie lässt sich mit Bio übrigens sehr gut verknüpfen: Jedes der beiden Konzepte wirkt für sich alleine schon sehr anziehend für die Konsumenten, wechselseitig verstärken sie einander weiter. Bio-Lebensmittel, die aus regionalen Kreisläufen stammen und unter strengen Auflagen in möglichst naturbelassener Produktion entstehen, kommen bei den Konsumenten besonders gut an.

In welchen Warengruppen wird besonders viel Bio gekauft?

Neun von zehn Konsumenten kaufen zumindest hin und wieder Bio-Lebensmittel ein. Besonders häufig greifen sie zu Bio-Eiern, Bio-Milch, Bio-Erdäpfeln und Bio-Obst und -Gemüse. Bei Fleisch und Wurstwaren sind die Bio-Anteile heute noch geringer.

Wieso hat sich gerade Bio in Österreich so gut entwickelt?

Rund siebzig Prozent der Fläche Österreichs wird von den Alpen bedeckt. Diese geografische Besonderheit - mit viel Grünland - bietet sich für kleinteilige Landwirtschaft an, wie es bei Bio häufig der Fall ist.

Was kann ich selbst tun, um nachhaltigere Produktion zu fördern?

Wir alle übernehmen mit unseren Kaufentscheidungen Verantwortung. Unsere Nachfrage hat starken Einfluss darauf, was und wie die Bauern produzieren. Daher kann man zum Beispiel verstärkt saisonale Lebensmittel kaufen, die energieschonend und nicht in beheizten Treibhäusern produziert werden. Dazu haben sie meist auch kürzere Transportwege. Viele Konsumenten begeistern sich für Sortenraritäten, nachdem sie diese einmal ausprobiert haben. Bio trägt dazu bei, dass alte Obst- und Gemüsesorten weiter kultiviert werden. Wer Bio-Eier und Bio-Hendln kauft, unterstützt die Züchtung der robusten Zweinutzungsrassen, die sowohl Eier als auch Fleisch liefern.

Die Bio-Kennzeichnung überfordert mich: Worauf soll ich achten?

Trotz der Breite an Bio-Kennzeichnungen im Lebensmittelhandel sind biologische Erzeugnisse beim Einkauf kinderleicht zu erkennen. Sicherheit geben die beiden einzigen unabhängigen staatlichen Bio-Kennzeichnungen: das EU-Biologo und das AMA-Biosiegel. Daneben sind auch Marken des Handels, Zeichen von Bio-Verbänden oder Logos von Kontrollstellen auf dem Lebensmittel zu finden.