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Holder Holler:

Vom Hollerstrauch nicht pflanzen lassen!

So lange der Boden noch nicht gefroren ist, freuen sich viele Sträucher und Bäume auch jetzt noch über ein schönes Plätzchen in der Erde. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Holler zu pflanzen, damit im Frühjahr bereits die ersten Blüten geerntet werden können.

Um den Holler rankt sich die Volksweisheit, man solle ihn nicht pflanzen, denn das Wildobstgehölz suche sich seine Standorte selbst aus. Dahinter steht die – von vielen anderen Pflanzen bekannte – wilde Verbreitung des Gewächses durch Vögel, die dessen Früchte verspeisen und die unverdaulichen Samen wieder ausscheiden.

Da sich der Holler dafür vor allem unbewachsene, nährstoffreiche Böden „aussucht“, zählt er auch zu den Ruderalpflanzen. Jene besiedeln sogar Schutt und Kies, auch steile schungen und Wege halten sie nicht zurück.

Zurück zur Marke Eigenanbau

Nicht nur aus Mangel an Geduld wird Holler heute in vielen Gärten aber lieber bewusst gepflanzt – einerseits, weil er am richtigen Standort mehr trägt und zweitens weil er dann idealerweise nicht an einem Standort wächst, wo er anderen Pflanzen die Nährstoffe streitig macht. Die Möglichkeit, selbst gemachten Hollersirup aus dem eigenen Biogarten zu schöpfen, sollte schließlich nicht dem Zufall überlassen werden. Wer also jetzt noch pflanzt, kann sich über die ersten Blüten bereits Anfang Mai freuen.

Ein Strauch – zwei Ernteprodukte

Wer sich für den Eigenanbau einer Hollerpflanze im eigenen Biogarten entscheidet, kann zwischen zwei Ausprägungen wählen: Holler chst meist als Strauch, kann aber auch als Baum gezogen werden. Als beste Pflanzzeit für das Wildobstgehölz gilt entweder das Frühjahr oder der Herbst bis Anfang Dezember. So lange der Boden nicht gefroren und auch nicht zu nass ist, wachsen gerade junge Strauchpflanzen problemlos an.

Wie viel Licht und welchen Boden braucht Holler?

Mit der Gattung Holunder (Sambucus) wird vor allem der recht bekannte Schwarze Holler (Sambucus nigra) verbunden. Ebenfalls zu den in Europa verbreiteten Sorten gehört der Rote Holler (Sambucus racemosa), auch Traubenholler genannt. 

Der Holler zählt zu den ältesten heimischen Sträuchern in unseren Gärten und kann zwischen drei und sieben Meter hoch wachsen. Für ideales Gedeihen braucht er einen nährstoffreichen Boden, Sonne ist ihm lieber als Halbschatten.

Lehmige oder sandige Erde ist kein Problem, Hauptsache sie ist feucht und gut durchlässig sind. 

Unwillkommener Nachbar

Auf trockenen Standorten gedeihen die Flachwurzler daher nicht besonders gut. Zusätzlich empfiehlt es sich, beim Pflanzen auf reichlich Kompost oder Bio-Hornspäne zu setzen. Letztere verbessern als natürlicher organischer Stickstoff-Dünger die Bodenqualität und stärken somit die Widerstandskraft des Hollers.

Wichtig: Den Hollerstrauch nicht direkt in die Nähe eines Gemüsebeets setzen. In der Tat sorgt der Holler sonst für Nährstoffkonkurrenz und bewirkt, dass in seinem Umkreis vor allem Gemüse nicht gut gedeiht.

 

Holunder selbst vermehren

Wer den Holunderstrauch selbst aus Steckhölzern ziehen will, benötigt dafür ein paar einjährige Triebe mit einer Länge von circa fünfzehn bis zwanzig Zentimetern. Mit Steckhölzern zu vermehren heißt nichts anderes, als Teile des alten Hollerstrauches abzuklemmen und sie für die Aufzucht eines neuen Baumes an einem Tag mit Plusgraden in den noch nicht gefrorenen Boden zu stecken. Wobei das oberste Viertel der Steckhölzer aus der Erde ragen sollte. Bilden diese Wurzeln, ist die Vermehrung geglückt und der Holler treibt aus.