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Schneckenprophylaxe

Mit Freund Frost in den Kampf gegen die Schneckenplage

Der Winter naht, noch kriechen die Schnecken umher. Doch bald ziehen auch sie ihre Fühler ein. Die trügerische Ruhe sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die schleimigen Vielfraße gerade im Herbst besonders der Vermehrung widmen und überall im Garten Eier ablegen.

Ihre Eier vergraben und verstecken sie nun geschickt in Bodenritzen und Holzspalten, am Beet- oder Wegrand, unter Steinen, oder im Laub – kurz überall, wo es dunkel, geschützt und feucht ist.

Deshalb lohnt es sich jetzt, diese Gegenden genauer unter die Lupe zu nehmen. Einmal aufgestöbert, erkennt man die Eigelage – kleine, weiße Kugelmassen – schnell. Und der kluge Sammler kennt so manche Tricks.

Ein eisiges Schicksal

Die abgeernteten Beete werden schließlich mit dem Rechen glatt gestrichen. So verhindert man ein erneutes Ablegen der Eier in ihren Rissen. Auch Mulchschichten sollten nach Möglichkeit im Herbst entfernt werden. Durch die Wärme und Feuchtigkeit, die sie dem Boden spenden, locken sie auch die frierenden Weichtiere an.

Eine bewehrte Methode ist das Aufharken und Umgraben der Erde nach den ersten Frösten. Denn geraten die Eier im kalten Winter an die Oberfläche, erfrieren sie.


Auch kommen dabei überwinternde Schnecken zum Vorschein, die dasselbe Schicksal erwartet. So lohnt sich diese Methode bis in den Frühling hinein. Eine dünne Schicht aus Laub und Stroh hingegen schützt den Boden und ist für Schnecken weniger attraktiv.

Nicht nur Nützlinge lieben den Komposthaufen

Der Komposthaufen bietet eine weitere Brutstätte. Deshalb sollte auch dieser, wie das Beet, des Öfteren mit einer Mistgabel aufgewühlt werden. So kommen auch hier die weißen Kügelchen an die Oberfläche und man verteilt sie nicht unfreiwillig selbst im Beet.

Zudem lohnt es sich den Kompost jetzt im Herbst noch einmal umzusetzen und ihn mit frischem Rasenschnitt zu bereichern. Das führt zu einer erneuten Erhitzung und glücklicherweise zum Tod der Schneckeneier.


Der Komposthaufen dient ebenfalls als Fundgrube für Schneckensammler. Wenn sie in der Dämmerung aus ihren Schlupflöchern kriechen, hat der Gärtner hier ein leichtes Spiel. 

Wohin mit der Schneckensammlung?

Aber was tun mit den gesammelten Tierchen? Wer keine Laufenten im Garten hat und auch kein anderes Geflügel hält, dem er die Schecken verfüttern könnte, muss sich um jene Schnecken, die nicht schon im Entwicklungsstadium von Nützlingen gefressen wurden, irgendwie selbst kümmern.

Die beste Methode die Weichtiere möglichst schnell zu beseitigen, ist das Einlegen in kochendes Wasser oder eine Wasserlösung mit 60 Prozent Essiggehalt. Auf diese Weise müssen sie nicht lange leiden. Auch das Zerschneiden mit einer Gartenschere beschert einen schnellen Tod. Allerdings müssen die Schnecken anschließend eingesammelt um im Restmüll entsorgt werden.


Bild: Flickr, Metropolico.org

Manchen Naturliebhabern fällt es jedoch schwer, ein Lebewesen zu töten, auch wenn es sich um die lästigen Schnecken handelt. Wanderlustige Gärtner können die gesammelten Tiere auch auf den nächsten Wald- und Wiesenspaziergang mitnehmen und sie anschließend in die Freiheit entlassen – aber bitte fernab nicht nur vom eigenen, sondern auch von fremden Feldern und Gärten.