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Manche mögen’s kalt

Biogemüseanbau im Winter

Was das Schönste am Gärtnern mit Balkon ist? Das eigene Gemüse ganz nah bei sich zu haben. Auch im Winter muss das nicht aufhören. Diese Gemüse- und Kräutersorten können jetzt noch gesät und gepflanzt werden.

Winterpause muss nicht sein. Das Gartenjahr geht für Biogärtner nie zu Ende. Denn: Beachtet man die botanischen Gegebenheiten von winterfesten Pflanzen, können viele Gemüse- und Kräutersorten – selbst bei frostigen Temperaturen – ohne Probleme weiter im Freien gedeihen und manche auch noch jetzt gesät und gesetzt werden.

Vogerlsalat

Auch der Vogerlsalat hält in Sachen Kälte einiges aus. Genauer gesagt: Bis zu minus 15 Grad Celsius. Kein Wunder also, dass das Baldriangewächs das ganze Jahr über in österreichischen Lokalen den Erdäpfelsalat ergänzt. Auf den Tellern zuhause kann die zweijährige Pflanze das ebenfalls tun. Für das Gros der Vogerlsalatsorten ist der Spätherbst ein sehr gut geeigneter Aussaatzeitpunkt, erste Fröste können ihm nichts anhaben.

Winterspinat

Ebenso Spinat packt Minusgrade mit links. Das einjährige Blattgemüse, welches zu den Gänsefußgewächsen gehört, gibt es nämlich auch als kälteresistentes Modell. Spitzblättrige Sorten sind durch ihre gröbere Saat besonders für den Anbau im Herbst und Winter geeignet.

Tipp: Die Erde im Gefäß sollte für den Winterspinat zwar gut durchlässig sein, dabei aber nicht dauerhaft feucht bleiben. Passiert Letzteres, herrscht akute Wurzelfaulgefahr für das Blattgemüse.

Winterportulak

Ein rauer November ist für den Winterportulak kein Problem. Sogar im vorletzten Monat des Jahres lässt sich dieser noch aussäen. Das Gartenkraut wächst und keimt auch bei sehr kalten Temperaturen wunderbar. Am besten gefällt es dem „Gewöhnlichen Tellerkraut“ an einer schattigen und geschützten Stelle auf Balkonien. Da die Pflanze nicht mehr als 12 Grad Celsius verträgt, sollte die Aussaat frühestens im Oktober erfolgen.  

Knoblauch

Auch auf die gewisse Schärfe im Leibgericht muss man in der kalten Jahreszeit nicht verzichten. Bei Knoblauchzehen gibt es ertragreiche Wintersorten, die von Mitte Oktober bis Anfang November gepflanzt werden können.

Das winterharte, zu den Narzissengewächsen zählende Gemüse schlägt bei einer späten Aussaat vor allem reichlich Wurzeln und hat somit einen Vorsprung gegenüber jenen Knoblauchzehen, die erst im Frühjahr gesetzt werden.

Schnittlauch und Petersilie

Eine positive Nachricht für Verfechter frischer Kräuter in der Küche: Auf zwei der wohl gängigsten muss in den nächsten Monaten nicht verzichtet werden. Schnittlauch und Petersilie können – sowohl im Oktober als auch im November – in Töpfe gepflanzt und über den Winter im Freien kultiviert werden.

Bei der Petersilie unterscheidet man die Blattpetersilie – mit ihren grünen, glatten Blättern– von der krausen Wurzelpetersilie (Petersilwurzel). Letztere ist robuster und für den Winterbedarf geeignet. Schnittlauch wird  – wie der Name erahnen lässt – übrigens zu den Lauchgewächsen gezählt.

Winterzwiebel

Zur klangvollen „Winterzwiebel“ wird die besser bekannte Küchen- oder Speisezwiebel "Allium cepa", sät man sie im Herbst aus. Über den Winter kultiviert, wächst sie im nächsten Frühjahr heran und kann dann geerntet werden. Nicht zu verwechseln ist sie mit der Frühlings- und Jungzwiebel, der „Allium fistulosum“, die häufig ebenfalls „Winterzwiebel“ genannt wird.

Geeignet sind Zwiebeln auch für den Anbau auf dem Balkon, da man sie sowohl in Kästen als auch in tiefen Töpfen ziehen kann. Je nach Lage auf dem Balkon brauchen sie für die Winterzeit eventuell zusätzlichen Schutz. Das Abdecken mit Reisig bietet sich für diesen Zweck an.