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Kürbis überall(es)

Know-how zu den jetzt so beliebten Winterkürbissen

Orangefarbene Suppen, Aufläufe, sogar Risottos: In allem steckt derzeit der Kürbis. Auch von Fensterbänken und Hauseinfahrten grinsen uns bunte Fratzen entgegen. Manche kennen ihn nur mehr als den „Halloween-Kürbis“. Für Gärtner allerdings handelt es sich um den Winterkürbis – in Sorten von Hokkaido bis Early Harvest – und wer seine Vorteile kennt, wird ihn im Bio-Garten wie in der Küche zu schätzen wissen.

Den Namen verdankt der Winterkürbis seiner Erntezeit und monatelangen Lagerfestigkeit. Vor allem dadurch hebt er sich von seinem Artgenossen, dem Sommerkürbis, ab, dessen Sorten wie Zucchini oder Rondini sich maximal drei Wochen halten.

Härtere Schale, weicherer Kern

Winterkürbisse beeindrucken mit einer bunten Farbpalette von Blassgelb über knalliges Orange und Tiefgrün bis hin zu Violett. Auch im Bezug auf Größe, Gewicht und Form könnten seine Arten nicht unterschiedlicher sein. Dennoch lässt er sich deutlich vom sommerlichen Kollegen unterscheiden. Besonderes Merkmal ist seine dicke, harte Schale, die man im Gegensatz zum Sommerkürbis, meist nicht verzehren kann. Der Hokkaido bildet hier eine Ausnahme.

Das liegt vor allem daran, dass der Winterkürbis bei der Ernte reif ist, während Zucchini und Co. unreif genossen werden und dadurch milder schmecken. Deshalb ist das Fruchtfleisch einer der ältesten Kulturpflanzen auch dunkler und weicher und etwas mehlig. Der runde Stiel des Winterkürbisses ist bei voller Ausreifung trocken und verholzt. Der Sommerkürbis hingegen hat einen kantigen Stiel und rauhaarige Blätter.

 

Bitte anklopfen vor dem Ernten! 

Viele Sorten können zu stattlicher Größe heranwachsen und über 50 Kilogramm schwer werden. Deshalb benötigt der Winterkürbis meist viel Platz beim Anbau und hat eine lange Vegetationsdauer. Diese liegt beim Early Harvest bei rund 90 Tagen. Eine harte Schale sowie eine satte Farbe sind gute Indizes für seine Reife. Um dennoch sicherzugehen, klopft man einfach an die Frucht. Erklingt ein dumpfer, hohler Ton, ist es Zeit für die Ernte.

Diese liegt bei den meisten Winterkürbisarten im Herbst zwischen September und November und kann sogar bis in den Dezember hinein gehen – je nach Saatzeitpunkt und Witterung. Kürbisse sind sehr frostempfindlich. Deshalb sollte die Ernte vor dem ersten Frost stattfinden.

Ernte mit Stiel

Falls der Frost noch auf sich warten lässt, gibt das unreifen Pflanzen genug Zeit, um sich aromatisch völlig zu entfalten. Denn unter einer vorzeitigen Ernte leiden Geschmack und Haltbarkeit. Falls es dennoch zu einem überraschenden Frosteinfall kommt, muss die Pflanze rasch mit einem Gartenvlies abgedeckt werden.

Wenn der Zeitpunkt zur Ernte da ist, ist es wichtig, dass der Stielansatz mit ein bis drei Zentimetern an der Frucht bleibt, damit bei der Lagerung keine Fremdkörper eindringen. Die Frucht wird am besten mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere von der Pflanze getrennt. Dabei ist darauf zu achten, den Kürbis nicht zu beschädigen, da er sonst zu faulen beginnt.

Richtig Lagern

Ideal für die Lagerung von Kürbissen ist ein kühler, luftdurchlässiger Kellerraum. Bei einer Temperatur von 10 bis maximal 15 Grad Celsius halten sich viele Sorten zwischen drei und zehn Monate lang. Der Raum sollte dabei unbedingt frostfrei und trocken sein, da sonst Gefahr der Fäulnis besteht.

Auch kellerlose Stadtbewohner kommen in den Genuss der Haltbarkeit des Winterkürbisses, sofern sie über einen trockenen Raum mit einer Maximaltemperatur von etwa 15 Grad Celsius verfügen. Stark beheizte Räume eignen sich daher nicht. Im Idealfall legt man ihn in ein herabhängendes Netz oder einen Korb, damit er genug Luft bekommen und sich keine Druckstellen bilden. Im Kühlschrank hält sich das angeschnitten Fruchtfleisch in einer Frischhaltefolie durchschnittlich zwei Tage.