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Erste Schritte ...

... im Gemeinschaftsgarten

Der Urban Gardening Wettbewerb hat begonnen und unsere Stadtgärtner haben von ihren Plänen und von den Höhen und Tiefen der ersten Wochen berichtet. Hier ein kleiner Überblick darüber, was in den Gärten der Teilnehmer der Kategorie Gemeinschaftsgarten bisher los war.

Im westlichsten Garten des heurigen Urban Gardening Wettbewerbs haben sich gleich zu Beginn des Wettbewerbs dramatische Szenen abgespielt. Die Gärtner im Gemeinschafts-Dachgarten des Reithmanngymnasiums Innsbruck wurden beim Verzehr des vermeintlichen Unkrauts „Vogelmiere“, das um ihre Tomaten- und Paprikapflanzen wächst, von einer Ameise attackiert.

Gärtner Manuel schildert die Ereignisse: Ein schrecklicher, grausamer, medizinischer Notfall hat sich dabei zugetragen, als eine Ameise in das Ohr unserer Mitschülerin Antonia gekrochen ist, weshalb sie den Spitznamen ‚Ant-onia’ erhielt.“

 

 

Kleine Kräuter, große Wirkung

Während die Tiroler Schülerinnen und Schüler bereits so früh mit den Härten und Gefahren der Natur konfrontiert wurden, sammelten die Stadtgärtner des Gemeinschaftsgartens im 17. Wiener gemeinsam Steine, um damit die Pflanzen im Kräutergarten zu beschriften. Mithilfe dieser haben Ermin (5) und Nermin (3) ihr erstes deutsches Wort gelernt: Schnittlauch!

Stadtgärtnerin Hiroshima ist begeistert davon, wie der Garten sich als Treffpunkt in der Nachbarschaft etabliert: „In der Stadt kennt man seine Nachbarn kaum. Wir merken, dass wir durch unseren Garten und dessen gemeinsame Betreuung öfter ins Reden kommen und die Nachbarschaftshilfe sich dadurch intensiviert. Was so kleine Samen alles bewirken können ;).“

Was heißt hier „Schneckentempo“?

Nur wenige Kilometer entfernt in der Angermayergasse im 13. Bezirk beackert Teilnehmerin Angelika seit Anfang Mai mit Ildar und Claudia schon das zweite Jahr eine 31 Quadratmeter große Selbsternteparzelle. Die Vielfalt der Pflanzen, die hier kultiviert werden, ist entsprechend groß und geht über die Klassiker hinaus bis zu schwarzen Tomaten und Japanischem Basilikum.

 

Jetzt, Mitte Juni, konnte die erste Ernte von Radieschen, Eiszapfen und Salaten eingefahren werden. Nun fiebern sie auf die Mangold-Ernte hin und wundern sich, wer ihren Rucola verspeist hat: „Die kleinen Pflanzen waren bereits nach drei Tagen komplett abgenagt (von wem??). Schmeckt also nicht nur uns ...“

Wir haben unsere Gartenexpertin Andrea Heistinger nach Tatverdächtigen gefragt und Rat erhalten: "Wenn die Pflanzen komplett abgenagt sind, handelt es sich ziemlich sicher um Schnecken. Sie lassen bei jungen Pflanzen oft gar nichts stehen. Häufig fressen am Rucola auch Erdflöhe. Diese kleinen schwarzen Käfer springen flohartig weg, wenn man das Blatt berührt. Sie machen aber keinen Kahlfraß, sondern fressen kleine runde Löcher in die Blätter. ... Wer große Schnecken-Probleme hat, streut am besten für biologisches Gärtnern geeignetes Schneckenkorn."