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Anders gelagert:

Gegen braune Bananen und matschige Mangos


Bild: Flickr, Swallowtail Garden Seeds

Ein solcher prall gefüllter Obstkorb, in dem das gesamte Bio-Obst gemeinsam aufbewahrt wird und den Esstisch ziert, ist zur Momentaufnahme verdammt. Denn außerhalb des Stillebens bevorzugen die unterschiedlichen Obstsorten unterschiedliche Lagerbedingungen und beeinflussen auch gegenseitig ihren Reifungsprozess. Wir zeigen, welche Sorten sich untereinander und auch die Lagerung bei Zimmertemperatur vertragen.

Äpfel und Birnen
Besonders wer sich gerne von regional produziertem Bio-Obst ernährt, kauft häufig -Äpfel und -Birnen. Trotz aller Unterschiede haben sie eine relevante Gemeinsamkeit: Sie geben – wie etwa auch Zwetschken, Marillen, Pfirsiche und Nektarinen – relativ große Mengen des Reifegases Ethylen ab, das den Reifeprozess von in der Nähe gelagertem anderem Obst und Gemüse beschleunigt.
Besonders Äpfel – sie sind die stärksten Ethylen-Emittenten des hiesigen Obstangebots – sollten getrennt von besonders empfindlich auf Ethylen reagierenden Obstsorten gelagert werden.  

Äpfel und Birnen eigenen sich explizit als Lagerobst: Am besten halten sie sich bei 1 bis 3 Grad Celsius, bei hoher Luftfeuchtigkeit und wenn sich die einzelnen Früchte nicht direkt berühren. Wer nicht mit einem Lagerkeller dienen kann, kann einen anderen unbeheizten Raum in der Wohnung oder den Kühlschrank nützen. Im Kühlschrank sollten besonders die Äpfel aber in Foliensackerln verpackt gelagert werden, weil sie auch bei niedrigen Temperaturen Ethylen freisetzen.

Unterkühltes Temperament  
Wem schadet das Ethylen besonders schnell? Unter anderem Kiwis, Broccoli, Honigmelonen, Mangos und den meisten Beeren- und Kohlsorten, aber auch Bananen und Paradeiser sollten in sicherer Entfernung der oben genannten Spitzenreiter unter den Etylen-Produzenten aufbewahrt werden.

Für folgendes Obst ist der sicherste Ort der Kühlschrank: Pfirsiche, Zwetschken, Trauben, Erdbeeren, Marillen, Beeren und Kirschen (Stiele dranlassen!), idealerweise in einem geschlossenen Behältnis.

Manche mögen’s heiß
Die meisten Südfrüchte – die Logik drängt sich auf – können und sollen bei Zimmertemperatur gelagert werden statt im Kühlschrank. Das gilt vor allem für Bananen, Mangos, Papayas, Passionsfrüchte, Granatäpfel und Ananas.

Auch Zitrusfrüchten ist es im Kühlschrank eher zu kalt, eine der wenigen Ausnahmen sind reife Kiwis – noch unreife können bei Zimmertemperatur ausreifen. Orangen, Zitronen, Mandarinen uns Co. zieren gemeinsam mit den Südfrüchten am langfristigsten den Bio-Obstkorb! 


Bild: Flickr, Swallowtail Garden Seeds