AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT
AMA-BIOSIEGELEU-BiologoEnjoy

AMA - Marketing

Urban-Gardening-Help:

Was schützt vor dem Weidenbohrer?

Die heuer auf Monate ausgedehnten Hundstage machen Garten und  Gärtner zu schaffen. Viele Pflanzen sind geschwächt, doch einige von uns als Schädlinge empfundene Gartenmitbewohner ruhen nicht.

Hierzu zählt auch der Weidebohrer. Andrea Heistinger hat uns auf euren Wunsch hin im Rahmen der “Urban-Gardening-Help” erklärt, wie sich der kleine Vielfraß einnisten kann, und was er anrichtet. 

Tückische Metamorphose:

Der berühmte Flügelschlag des Schmetterlings kann den Unterschied machen, auch wenn es um das Schicksal eine Baumes geht. Die nur scheinbar harmlosen Weidenbohrer (Cossus cossus) sind schöne, graubraune Nachtfalter, also Schmetterlinge.

Schaden richten ihre Raupen an: Sie ernähren sich hauptsächlich vom Holz der Weidenbäume, doch wenn diese nicht zu finden sind, legen die Weibchen ihre Eier auch in den Rindenspalten von Apfel- oder Birnbäumen und Zierbäumen im Garten oder am Balkon ab.

Lukullischer Fraßgang quer durch den Baum:
Die Larven fressen sich dann in den Baum ein und durchziehen ihn mit langen Fraßgängen. Ist ein Baum von mehreren Larven befallen, kann er auch absterben. Ist ein Baum einmal befallen, sind die Larven gekommen, um zu bleiben – und zwar zwei bis vier Jahre lang.

Da die Raupen richtig groß sind (ältere Exemplare können eine stolze Größe von sechs Zentimetern erreichen), sind auch die Fraßgänge entsprechend groß und haben einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern. Sie können zum Absterben ganzer Äste - oder im Extemfall auch eines ganzen Jungbaumes - führen.

Die Raupen sind ganz charakteristisch: Sie haben einen gelben, glänzenden Körper, mit einem breit gefärbten dunkelroten Rücken. Kopf und ein Teil des Nackens sind schwarz.

Gut gepflegt heißt gut gewappnet:
Wie immer ist das Wichtigste die Vorbeugung! Erstens: Der Weidenbohrer befällt im Normalfall nur Bäume mit Trockenschäden. Daher auf eine regelmäßige Wasserversorgung achten und eine gute Kali-Düngung (im Sommer nachdüngen mit Schafwollpellets oder Neudorff Azet Vitalkali).
Zweitens: Schnittwunden am Baum sofort mit Wundverschluss verstreichen. Oft dringen die Raupen über Wunden in den Baum ein. Eine totale Vorbeugung ist aber unmöglich!

Sind die Raupen in den Baum eingedrungen, ist eine Bekämpfung nicht mehr möglich. Befallene Zweige herausschneiden, die Wundern mit Wundverschluss verstreichen und die Äste über den Hausmüll entsorgen oder verbrennen. Keinesfalls sollten diese auf dem Kompost landen.