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Garten in der Tasche:

Kreative Ideen für wenig Platz und begrenztes Budget

Warum sollte man seinen Garten in Taschen pflanzen? Viele kreative Ideen entstehen aus der Not heraus, denn primär macht ein Taschengarten natürlich Sinn wenn man unter Platzmangel oder einem eingeschränkten Budget leidet. Dennoch gibt es auch viele andere gute Gründe, den kleinen Traumgarten in Einkaufs- oder Badetaschen unterzubringen.

Ein guter Preis für leichte Gefäße:
Wer gerne hobbygärtnert benötigt von Erde, Samen, Pflanzen, Zwiebeln, Dünger, Rankhilfen und Töpfen einiges an Material. Sollten diese Anschaffungen das Gärtnerbudget mehr als gewollt ausdehnen, so kann man beim Thema Gefäße gut einsparen. Pflanztaschen sind im Fachhandel auch in Deluxe-Version erhältlich, da sie im Vergleich zu Töpfen mit sehr geringem Gewicht trumpfen. Im Idealfall sind diverse Taschen aus dem Haushalt aber schon vorhanden oder können um wenig Geld erstanden werden.

Taschen lassen sich schön formen und so an die Bedingungen verschiedenster Orte anpassen. Bezüglich Gewicht und Platzbedarf haben Taschen den Töpfen einiges voraus. Pflanzen schätzen es zwar nicht unendlich, zu oft den Standort zu wechseln, doch einige Male im Laufe eines Gartenjahres halten sie das schon aus. So kann man auf sich ändernde Wetterbedingungen eingehen.

Kein Entweder-Oder:
Den Garten in die Tasche zu pflanzen, muss kein Entweder-Oder-Projekt sein. Denn selbst wer stolzer Besitzer eines großen Gemüsegartens ist, kann bestimmte Sorten durch die Taschen vor Schädlingen schützen. Basilikum ist zum Beispiel ein Kraut, vor dem Schnecken einfach keinen Halt machen. Da macht es durchaus Sinn, abends die Schnecken abzusammeln und die Pflänzchen weit weg zu bringen.

Welche Tasche:
Das Tolle am Garten in der Tasche: Man kann verwenden, was man schon zu Hause herumliegen hat. Badetaschen, Einkaufstaschen, Geschenktaschen oder Werbetaschen eigenen sich genauso wie große Transporttaschen aus dem Möbelhaus oder Supermarkt.

Herkömmliche Plastiksackerl aus dem Drogeriemarkt ergeben ein Gefäß, das 15 Centimeter Durchmesser und 25 Centimeter Erdtiefe aufweist und gut für einzelne Salatpflanzen sowie Kräuter geeignet ist. Man muss aber in Taschen ganz besonders vor dem Übergießen acht geben, da das Wasser nicht abfließen kann und die Erde viel zu nass würde.

Die meisten Papiertaschen eigenen sich nicht zum Gärtnern, da sie zu filigran sind. Geschenktaschen oder Papiertaschen aus feineren Boutiquen bestehen allerdings oft aus festem Material und sind noch dazu schön anzusehen. Diese sind zum Gärtnern geeignet, wenn man sie mit einer Kunststofftasche auslegt. Außerdem lassen sich solche Geschenk- oder schöneren Papiertaschen auch gut aufhängen.

Welche Pflanzen:
Nicht alle Pflanzen eigenen sich gleichermaßen für den Garten in der Tasche, das soll aber niemanden davon aufhalten, Versuche zu starten! Ergebnisse können sehr variieren. Die Grundidee basiert jedenfalls auf einjährigen Pflanzen. Die meisten Taschen werden eine zweite Saison nicht überstehen. Mehrjährige Pflanzen brauchen außerdem mehr Platz, als Taschen und Dosen bieten können. Für kleinere Pflanzen sollte auf jeden Fall Aussaaterde verwendet werden, da diese locker und nährstoffarm ist, das bewegt Babypflanzen dazu, kräftige Wurzeln zu entwickeln.

Paradeiser eigenen sich als Pflanzen in der Tasche, benötigen aber einen hellen, warmen Platz. Besonders sinnvoll ist es, den Samen in verrotbaren Töpfchen einzusetzen, dann spart man sich das Umtopfen wenn die Pflänzchen größer geworden sind. Achtung gilt dem Gießen, denn wenn du Erde zu nass ist, neigen Paradeiser zu Braunfäule.

Auch Paprika, Pfefferoni und Chilli-Pflanzen mögen es warm, und gedeihen hervorragend in der Tasche. Solange es frostet, sollten die Taschen nicht draußen stehen, da diese Sorten sehr kälteempfindlich sind. Mitte Mai können die Pflanzen in den Taschen nach draußen gestellt werden, und solange sie genug Sonne bekommen wachsen sie dann relativ unproblematisch bis Oktober.

Gurken, Zucchini und Kürbisse tragen große Früchte und ranken gerne, daher sind sie am besten im großen Transporttaschen oder Badetaschen aufgehoben. Da haben 10 bis 25 Liter Erde Platz, was für eine gute Zucchini- und Gurkenernte reicht. Bei Kürbissen sollte man eine Sorte mit kleinen Früchten nehmen, und sie an einer selbstgebauten Rankhilfe bzw. einem Geländer festmachen.

Karotten lassen sich in der Tasche ziehen, wenn man ein Gefäß mit genügend Erdtiefe verwendet. Erdäpfel brauchen einen lockeren, eher sandigen Boden. Gerade wer einen Garten mit zu torfigem Boden hat, mischt in der Tasche Blumenerde oder Gartenerde mit einem Drittel Sand.