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Unkraut ist kein Unkraut!

Jede Pflanze hat ihren Sinn!

„Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt worden sind.“ - Ralph Waldo Emerson

Landläufig wird fast alles, das nicht beabsichtigt gepflanzt wurde und wild im Garten wächst, Unkraut genannt. Und so entfernen Jahr für Jahr Gärtner die unerwünschten Pflanzen oder bringen chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel an, um ihnen vorzubeugen. In der Natur aber gibt es aber keine Unkräuter, da sie einen symbiotischen Kreislauf darstellt. Der Name Beikraut erfreut sich deshalb immer größerer Beliebtheit.

Auch Unkraut bedeutet Artenvielfat
Aufgrund des Umgangs der Landwirtschaft mit Beikräutern sind viele Arten vom Aussterben bedroht, das hat schlimme Auswirkungen auf die Artenvielfalt, Bodengesundheit und Pflanzenzucht.

Alles in Balance
Viele Wechselwirkungen zwischen Pflanzen sind noch nicht erforscht, so wissen wir wahrscheinlich gar nicht vom Nutzen vieler Beikräuter. Einige negative Auswirkungen durch deren Vernichtung kann man aber schon beobachten. Wenn etwa der Faulbaum nicht nur aus Forsten und Feldern, sondern obendrein auch noch aus den Gärten verschwindet, würde mit ihm der Zitronenfalter verdrängt werden, dessen Raupen auf eben dieses Gewächs spezialisiert sind. Wer Brennesseln mit Herbiziden bekämpft, rottet zugleich Tagpfauenauge, Admiral und Fuchsfalter aus. Und ohne Reseda gäbe es keinen Resedafalter.

Nicht zu ordentlich
Ein penibler Ordnungssinn hat also in der Natur nichts zu suchen, oft weiß die Natur besser was gut für sie ist als der Mensch. Viele haben sicher auch schon einmal schwarze Raupen auf Brennesseln gesehen. Die sollte man tunlichst nicht totspritzen, da sie die Raupen des Tagpfauenauges sind. Wer möchte schon nicht ohne diese prächtigen Geschöpfe auskommen, nur weil wir Brennesseln zu Unkraut erklärt haben?

Unzählig „Unkräuter“ sind eigentlich auch essbare Wildkräuter und Heilpflanzen, die zum Verzehr in Wildsalaten, als Heilmittel oder für Tees geeignet sind.

Junge Brennessel sind ein ausgezeichnetes Frühjahrsgemüse, sie haben viele Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Silizium, Vitamin A und C, sowie einen hohen Eiweißgehalt. Man kann sie zu Brennesselspinat verkochen. Brennesseltee wirkt reinigend auf Blut und Nieren.

Giersch zum Beispiel ist vielen ein Graus, da es sehr hartnäckig ist. Dabei wurde Giersch in der Volksheilkunde sehr geschätzt, da er verwendet wurde um Gicht und Rheuma zu behandeln. Giersch enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen. Er kann wie Spinat gekocht werden oder roh als Salat verzehrt werden. In Geruch und Geschmack erinnert er dann an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango.



Rezept Sommersalat

  • 3 Karotten
  • 1 Apfel
  • 1 Handvoll Giersch
  • Öl, Essig, Salz und Pfeffer
  • Nach Belieben: Kräuter und Blüten zum Abschmecken

Die Karotten und Äpfel säubern und mit einer Küchenreibe grob in eine Schüssel raspeln. Den Giersch klein schneiden oder hacken und untermischen. Öl und Essig dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer möchte, kann zur Dekoration noch andere Kräuter oder essbare Blüten wie z.B. Gänseblümchen darüber streuen.