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Unsere Urban Gardener:

Eva, der Profi!

Wir stellen euch die TeilnehmerInnen des Urban-Gardening-Wettbewerbs vor. Grüner geht’s nicht – Eva Maderbachers Balkon in Leonding bei Linz stellt jeden Urwald in den Schatten. Für sie ist das das Mindeste, denn sie ist frühberufen und ein echter Profi.

Grüner geht’s nicht:
Auf die Idee nach dem Schild mit der Hausnummer zu suchen, kommt man gar nicht, wenn man weiß, man sucht die Wohnung einer Balkongärtnerin. Evas Balkon in Leonding bildet eine Art grünes wucherndes Loch in der Betonfassade des Mehrparteienhauses –
man weiß, hier ist man richtig. Nach eingehender Begutachtung von innen, lässt sich sagen: Es handelt sich um den wahrscheinlich grünsten Balkon des Landes.

In die Wiege gelegt:
Eva hat ihren grünen Daumen früh entdeckt, auf Nachfrage rückt sie ein Fotoalbum heraus und liefert den Fotobeweis: Ein Bild zeigt sie beim Unkrautjäten, es gibt noch andere vom Gießen und überhaupt entsteht der Eindruck, ihre Kindheit habe sich großteils im Garten abgespielt.

Für den Lehrberuf Gärtnerin habe sie sich aus Leidenschaft entschieden. Warum sich nicht mehr Jugendliche in diesem Lehrberuf versuchen? „Viele denken wahrscheinlich gar nicht daran, dass es diesen Beruf gibt, und werden halt doch klassisch Friseurin oder Mechaniker“, lautet ihre Erklärung.  

Mittlerweile seien jedenfalls auch viele junge Frauen in die einstige Männerdomäne Gärtnerei eingedrungen. Die Gärtnereibesitzer seien halt noch meist Männer, bemerkt sie trocken. Nur kurz sei sie zum Studieren nach Wien gegangen, habe aber schnell erkannt, die Theorie sei nichts für sie, sie bleibe lieber Gärtnerin.

Selbstverständlich grün:
Außer Frage steht für Eva auch, dass Wohnraum begrünt gehört. Aufgewachsen ist sie in einem Haus mit Garten und der Verzicht auf einen solchen kann für sie kein dauerhafter sein. Der Balkongarten ist also nur eine Übergangslösung, auch wenn er nicht so aussieht.

Das  Wohnzimmer – begrünt klingt auch hier wie eine Untertreibung – vielleicht also besser:  Das „Gartenzimmer“ scheint mit dem Balkongarten irgendwie zusammengewachsen zu sein. Bei näherem Hinsehen wird deutlich: Eine große Glaswand ermöglicht auch im Innenbereich ein Überleben so vieler Pflanzen.

Gärtnerunderstatement:
„Ich versuche, eher Sachen wachsen zu lassen, die es nicht überall gibt, aber als Farbtupfer hole ich mir auch die gängigen Sorten.“ Beiläufig erzählt sie, welche Pflanzen sie kultiviert, während man aus dem Staunen, was hier auf kleinstem Raum alles wächst, gar nicht herauskommt.

Wilder Wein rankt sich aus dem Wohnzimmer in Richtung der Küche, innen vor dem Fenster wird auf allen Ebenen und in alle Richtungen gewachsen. Pflanzen, die ein feuchtes Klima brauchen, werden einfach eingeglast und zugedeckelt: „Die hab ich seit Jahren nicht mehr gegossen, die Flüssigkeit geht nur sehr langsam verloren.“

Draußen geht es wild zu:

Auf dem Balkon wird jeder Zentimeter genützt, wir befinden uns im städtischen Dschungel. Kürbisse, Paprika, Paradeiser, Mangold, Kräuter, Erdbeeren, Chilis, Gurken und für Profiaugen noch viel mehr sind hier zu erkennen.

Während sie Erdbeeren pflückt und zum Naschen auf den Tisch stellt, erzählt Eva, dass sie auf den neun Quadratmetern ihres Balkons in einer Saison etwa zehn Kilogramm Obst und vor allem Gemüse ernte. Sie komme mit dem Essen und Verkochen kaum nach.  

Wir sind beeindruckt, versuchen uns vorzustellen, wie jemand einen großen Garten gestaltet, der einen Balkon schon zum Urwald machen kann, und wünschen uns Fotos, sobald es so weit ist!