AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT
AMA-BIOSIEGELEU-BiologoEnjoy

AMA - Marketing

Was bedeutet Bio im Garten?

Der Gärtner als Gehilfe

Bio ist in aller Munde und bei Hobby-Gärtnern sehr beliebt. Neben wirklich wohlschmeckenden Resultaten spart biologische Landwirtschaft teilweise sogar Arbeit.

Der Gärtner als Gehilfe
Doch was heißt eigentlich biologisch anbauen? Der Verzicht auf chemische Dünger oder Pflanzenschutzmittel mag selbstverständlich sein, aber was sonst? Was hat das ganze mit Nährstoffen, Bodenbeschaffenheit und Unkräutern zu tun? Der biologische Garten arbeitet weitgehend selbstständig und der Gärtner ist sein Gehilfe. Er schont seine Ressourcen und nutzt die vorhandene Energie effizient – und zwar mit Hilfe aller Gartenbewohner. Biologisch kultivierte Pflanzen gehen mit dem Bodenleben Symbiosen ein und nutzen Nährstoffe ganz gezielt und sparsam.

Die richtigen Lockstoffe

Ein Bio-Garten regeneriert sich sehr schnell. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und leicht-lösliche mineralische Dünger gibt es im Boden und in der Vegetation unzählige Lebewesen, Bakterien und Pilze, die Symbiosen mit den Pflanzen eingehen. Außerdem haben die Pflanzen ein gesundes Immunsystem und so etwas wie einen Hausverstand, mit dem sie Krankheiten und Schädlinge schnell selbst behandeln können. Der Bio-Garten verzeiht dem Gärtner also auch mal den einen oder anderen Fehler. Das ist der Kommunikation im Garten zu verdanken: Pflanzen können verschiedene Duft- und Lockstoffe aussenden, die bei Schädlingsbefall die jeweils richtigen Nützlinge anziehen. Bei Befall mit Blattläusen etwa sendet die Pflanze ein Parfum aus, das Marienkäfer anlockt. Die können eine Blattlauspopulation schneller vernichten, als dass der Gärtner die Läuse entdeckt hätte.

Wo Umkraut zu Beikraut wird
Die einen verteufeln den Löwenzahn auf ihrem englischen Rasen, die anderen rupfen ihn im Frühjahr und genießen ihn mit jungen Gänseblümchen im Salat. Sogenannte Unkräuter sind im Bio-Garten gern gesehene Gäste. Von den wilden Pflanzen bekommt der Gärtner viele Hinweise: Hahnenfuß, Labkraut und Wegerich etwa zeigen an, wo der Stickstoff – ein wichtiger Pflanzennährstoff – im Boden vermehrt vorkommt, während die Wiesenmargerite und der Sauerampfer Anzeichen auf saure Böden sind. (http://suite101.de/article/wildkraeuter-sind-zeigerpflanzen-a82848#.VSpLiZSsUjw) In einem Bio-Garten wird Unkraut deshalb gern Beikraut genannt.

Nährstoffe durch Düngepflanzen
Viele Nährstoffe können sich von selbst nicht über längere Zeit im Boden halten sondern werden mit dem Regen ausgewaschen. Das betrifft vor allem den Stickstoff, der neben Phosphor und Kalium einer der wichtigsten Dünger im Boden ist. Im Bio-Landbau können Nährstoffe festgehalten werden: mit Hilfe von Kräutern und sogenannten Düngepflanzen. Auch das aktive und gesunde Bodenleben speichert Nährstoffe. Die pflanzliche Vielfalt im Garten sorgt für ein ausgewogenes Nährstoff-Verhältnis.

Selbstversorger
Im Bio-Garten herrscht ein ausgewogenes Durcheinander an Arten – man darf den Garten ruhig ein wenig selbst arbeiten lassen. Der Garten lockt seine Nützlinge selbst an und der Gärtner kann ihnen im Einklang mit den natürlichen Abläufen ideale Lebensbedingungen bieten. Ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel bleibt der Kreislauf in Balance und hilft sich selbst wo er kann. 

Zum Nachlesen

Für tiefer gehendes Wissen zum Bio-Garten sei das „Handbuch Bio-Gemüse“ von Andrea Heistinger und der Arche Noah ans Herz gelegt. Das Standardwerk zum biologischen Landbau beschreibt auf über 600 Seiten über 100 Kulturarten und welche Ansprüche sie an den Standort stellen. Außerdem wird in einer kurzen Einleitung auf das Thema Bio-Garten genauer eingegangen.