AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT
AMA-BIOSIEGELEU-BiologoEnjoy

AMA - Marketing

Nützlinge:

Das natürliche Gleichgewicht im Garten

Nützlinge sind kleine und größere Tiere, die im Bio-Garten für das ökologische Gleichgewicht sorgen. Sie fressen Schädlinge und vernichten Krankheitserreger, sie fördern einen gut durchlüfteten Boden und zersetzen biologischen Abfall sowohl am Kompost als auch direkt im Beet. Außerdem gehen sie mit Pflanzen Symbiosen ein oder werden von den Pflanzen selbst angelockt, wenn sie durch Schädlinge oder Krankheiten in Gefahr sind. Nicht zuletzt sind sie die wichtigsten Helfer, wenn es um die Ernte im Spätsommer geht: Auf ihren Wegen durch den Garten bestäuben sie unsere Kulturpflanzen.

Heinzelmännchen im Garten
Nützlinge sind wie die Heinzelmännchen: sie verrichten ihre Arbeit still und heimlich und machen giftige Spritzmittel unnötig. Sie möchten aber auch unbemerkt leben können und deshalb verstecken sie sich gerne in abgelegenen Verstecken. Dem Bio-Gärtner sei daher ans Herz gelegt, seinen Garten möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Wilde Ecken, Kräuterrasen und Blumenwiesen sind ideale Wohngebiete für Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Noch dazu geben sie dem Garten den Charme des Unberührten und leuchten in den buntesten Farben. In Stauden und Hecken verstecken sich zahlreiche Vogelarten und in Laub- und Totholzhäufen nisten und überwintern Nützlinge wie der Igel. Für Hecken eignet sich besonders der Holunder (Sambucus nigra): ganze 62 Vogelarten suchen dort Nahrung und auch Bienen freuen sich über die großen weißen Blütenstände. Auch der Gärtner kann die Blüten ernten und sie in Bierteig herausbacken oder Säfte machen. Der Dirndlstrauch (Cornus mas) ist ein Frühblüher und bietet den Bienen bereits vor vielen anderen Gehölzen die erste Nektarnahrung.

Glücksbringer gegen Blattläuse
Der Marienkäfer ist im Garten gern gesehen: Er ist nicht nur ein beliebter Glücksbringer sondern ein Blattlaus-Vertilger der Sonderklasse. Oft rafft er ganze Blattlauskolonien dahin, bevor dem Gärtner der Schädling auffällt. Am wohlsten fühlt sich der Marienkäfer in naturnahen Gärten, in denen ihm ein Unterschlupf geboten wird. Dazu eignen sich Laubhäufen oder selbst gebaute Marienkäferhäuser, Anleitung dazu gibt es in der Broschüre von „Natur im Garten“. Weniger gern gesehen aber ebenso nützlich im Kampf gegen Blattläuse und Spinnmilben ist der Ohrwurm (auch Ohrschlürfer, Ohrkriecher oder Ohrzwicker genannt). Er ist nachtaktiv und lebt am liebsten in Mauerritzen oder unter Laubhaufen. Auch ihm kann man mit einem umgestülpten und mit Heu gefüllten Blumentopf einen Unterschlupf bieten – den hängt man am besten nicht allzu hoch in einen Baum. Die grüne Florfliege – oder vor allem deren krokodilartig anmutende Larve – bevorzugt Blattläuse ebenso wie Blutläuse und Spinnmilben und auch ihr kann der Gärtner ein gemütliches Winternest bieten. Die Anleitung dazu findet sich ebenso in der Broschüre von „Natur im Garten“. Igel sind die heimischen Pendants zur indischen Laufente im Kampf gegen Schnecken, sie verkriechen sich am liebsten unter Laubhäufen oder in einem Igelhaus, das dicht mit Laub und Stroh ausgepolstert ist.

Artenvielfalt gegen Spritzmittel
Im Naturgarten trifft man auf die unterschiedlichsten Tierarten von Insekten über Reptilien und Amphibien bis hin zu Vögeln und kleinen Säugetieren. Hier tummeln sich Raupen, Würmer, Kriechtier, Eidechsen, Kröten und zahlreiche Vogelarten und fressen, was der Gärtner sonst mit Spritzmittel töten müsste. So ist im Bio-Garten allen geholfen: die Artenvielfalt wird gefördert, verschiedene Tiere finden ein Zuhause mit abwechslungsreicher Nahrungszufuhr und der Gärtner hat weniger Arbeit aber umso mehr Freude an seinem belebten, bunten Stück Freiland.

Zum Vertiefen: Eine Broschüre zur Gestaltung eines Bio-Gartens mit Fokus auf die Nützlinge finden sie hier...