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Unsere Urban-Gardener:

Barbara im Garten der Erinnerungen!

Wir stellen euch die weiteren TeilnehmerInnen des Urban-Gardening-Wettbewerbs vor. Barbara Chalupny hat vor zwei Jahren beschlossen, sie wird eine Terrasse haben und die wird grün sein. Wir haben sie heuer dort besucht, zwischen Erinnerungstücken aus Grünzeug.

Das Streben nach Wachstum:

Mit leuchtenden Augen erzählt Barbara von ihrer Begeisterung für alles, das wächst, und davon, dass für sie schon lange klar war: Sobald ich die Möglichkeit habe, werde ich etwas wachsen lassen.

Vor zwei Jahren wurde der konkrete Entschluss zur Wohnung mit Terrasse und der für Barbara logischen Konsequenz Terrassenbegrünung gefasst. Auf „ein paar Blümchen“ bestehe sie als Farbklekse, sagt sie. Doch in erster Linie werden hier Lebensmittel angebaut und die Produktion steigt von Jahr zu Jahr.
 
„Ich wollte auch auf einer Terrasse nicht nur immer sitzen, sondern auch etwas tun. Allzu viel Arbeit ist es nicht und wenn man den ersten Gurkensalat mit den Gurken aus dem eigenen Garten isst, dann weiß man, wofür man gearbeitet hat.“

Noch grün hinter den Ohren:
Der grüne Daumen zur Anzucht der Salatzutaten hat sich schnell entwickeln müssen, denn  im elterlichen Garten sind eher Blumen als Gemüse gewachsen und mit dem Gärtnern hat Barbara ohne besonderes Vorwissen begonnen.

Anfängliche Nervosität und Zweifel daran, ob für den Gartenwettbewerb genug Garten Know-how vorhanden ist, wichen der Überzeugung, dass notfalls auch ein Misserfolg sinnvoll dokumentiert werden kann. „Das meiste hat dann aber eigentlich eh halbwegs geklappt“, zeigt sich Barbara selbst etwas überrascht und lacht.

Klassiker unter den Anfängerfehlern:
Wir fragen Barbara, ob ihr klassische  Anfängerfehler unterlaufen sind und welche Tipps sie garteninteressierten Neulingen geben kann. Sie erinnert sich, letztes Jahr oft am falschen Platz gespart zu haben:

Wer etwa nur zwei Gurkenpflanzen kaufe, riskiere die ganze Gurkenernte in dem Fall, dass eine Pflanze nicht überlebe, da sie eine zweite zur Bestäubung brauche.
Außerdem sei qualitativ hochwertige Erde wichtig: Gerade hier zu sparen, würde sich rächen, weil sie nach wenigen Monaten ausgelaugt sei.

Und von Frau Heistinger habe sie gelernt: „Gerade wenn man in gute Erde investiert, sollte man Pflanztöpfe aus Plastik und Metall vermeiden.“ Denn in Ton- und Terrakottatöpfen bleibe Erde über Jahre „lebendig“.

Da ist der Wurm drin:
Die selbstgebaute Kiste, in der Barbara ihren Würmen ein Zuhause bietet, findet sie hässlich. Für die Würmer selbst hat sie aber zumindest genug übrig, um sie im Winter liebevoll in einer Wolldecke einzupacken und ihnen demnächst eine echte Wurmkiste mit allem drum und dran zur Verfügung zu stellen.

Wenn die Würmer aus der Kiste ausziehen um über Rohre die Gemüsebeete zu besiedeln, danken Sie es ihr. Die Rohre hat Barbara in die Beete und Töpfe eingegraben und nützt sie jetzt für den Futternachschub für die Wurmkolonien.

Wilde Kulisse:
Hinter der Terrasse befinden sich ein paar Quadratmeter Gemeinschaftsdschungel – eine überwucherte Gstätten, bei der Barbara noch unklar ist, ob es jemanden kümmert, was dort wächst. Ideale Bedingungen, um hinter dem Urban Garden durch Guerilla Gardening auch eine Kulisse aus Nutzpflanzen entstehen zu lassen.

Überhaupt hat Barbara weiterhin Expansionspläne für die kommenden Jahre. Eine zweite Reihe an Töpfen könne sich noch ausgehen und auch die Vertikale ist vor Begrünungsabsichten nicht sicher.  Grundsätzlich bezieht die leidenschaftliche Stadtgärtnerin ihre Pflanzen bei der Arche Noah, doch noch öfter ergeben sich andere Quellen.

Erbstücke und Erinnerungen:
Denn die Pflanzen und auch die Pflanzgefäße des Stadtgartens sind ein Sammelsurium und mit vielen Erinnerungen verbunden. Die Tomatensamen etwa wurden ihr in einem Mazedonienurlaub von einer Bäuerin geschenkt, auch im Freundeskreis wird Saatgut getauscht.

Auch einer der Töpfe war ein Fundstück aus einem Mazedonienurlaub. Er war im ersten Weltkrieg noch der Helm eines italienischen Soldaten, im nächsten Jahr soll er eine neue Funktion als Bienenhotel bekommen.

Die Canna ist gar ein veritables Familienerbstück, das schon ihr Großvater vor Jahrzehnten angepflanzt hat. Der hat Ableger davon an ihren Vater weitergegeben und nun hat Barbara die nächste Generation Canna auf Ihrer Terrasse.

Ein Garten ist ein Geschenk . . .
. . . zum Beispiel auch für eine Hochzeitsgesellschaft, die sich den Kopf zermartert, womit die Frischvermählten beschenkt werden können. Vor allem wenn durch die Teilnahme an einem Urban-Gardening-Wettbewerb alle Bescheid wissen, dass das Gärtnern gerade ein großes Thema für die beiden ist.

Wenn Barbara und ihr Mann Florian auf ihrer Terrasse sitzen und sich umschauen, werden sie durch die Pflanzen um sie herum an die Schenker, Ihre Freunde, und an die kleinen Geschichten Ihrer Pflanzen erinnert.