AMA - Marketing
Export:
  • DE
  • EN
  • IT
AMA-BIOSIEGELEU-BiologoEnjoy

AMA - Marketing

Schleimfrei:

10 Tipps gegen Nacktschnecken

Sie sind des Gärtners größter Feind: Schnecken. Die größte Freude hatte man am Gedeihen des eigenen Basilikums oder der kleinen Salatpflänzchen, bis man nach einem Regentag alles durchlöchert vorfindet. Da bekommt selbst der zahmste Gartenbesitzer rabiate Schneckenaggressionen. Gärten, die nach den Regeln der Permakultur bepflanzt sind, sollten mit einer Überzahl an Schnecken eigentlich keine Probleme haben. Für alle anderen haben wir 10 Tipps gesammelt, um auf ökologisch verträgliche Weise dem Schneckenschreck vorzubeugen.

1. Beete einzäumen
Schneckenzäune sind sehr wirksame Hilfsmittel gegen Schnecken in einzelnen Beeten. Man bekommt sie im Baumarkt oder bestellt sie im Internet. Am besten eignen sich verzinkte oder verchromte Metallzäune. Kunststoffzäune sind aufgrund des umweltunfreundlichen Materials nicht zu empfehlen.

2. Trockene Wege legen
Nachdem Schnecken es am liebsten warm und feucht haben, kann man ihnen das Leben mit trockenen Wegen möglichst schwer machen. Diese können Schnecken nicht überwinden, die Wege dafür einfach immer wieder mit Kalk und Steinmehl bestreuen.

3. Laufenten oder andere natürliche Feinde

Die rote Nacktschnecke ist eine sehr gefräßige Schnecke, die in heimischen Gärten für große Schäden sorgen kann. Sie ist aber auch die Lieblingsspeise der indischen Laufente, die in Deutschland und Österreich seit einigen Jahren gerne zur Schneckenbekämpfung gehalten wird. Wer sich keine Enten zulegen möchte, kann sich die Tiere auch ausleihen. Verschiedene Unternehmen bieten den Entenverleih ab 20 Euro pro Woche an. Natürliche Gegner von Schnecken sind laut „Schneckenflüsterer“ Peter Steffen auch Hühner: Der Hahn peckt alle auf, die Hennen fressen nur die Gedärme heraus.

Wer die natürlichen Fressfeinde der Schnecken anlocken will, der soll einige Flächen im Garten so ursprünglich wie möglich belassen. Laubhügel, hohe Wiesen und Totholz sind Unterschlupf für Vögel, Igel oder Frösche. Einige natürliche Flächen sind auch wegen der Artenvielfalt und für den Naturschutz im eigenen Garten zu empfehlen.

4. Nematoden arbeiten lassen

Schnecken haben viele natürliche Feinde, aber mit Laufentern oder Hühnern hat auch so mancher Gartenbesitzer keine Freude bzw. auch einfach keinen Platz. Wer mal etwas Neues ausprobieren möchte, kann das ja mit Nematoden versuchen. Das sind winzige Würmer, die wie Dünger im Garten ausgebracht werden. Sie setzen sich in den Schnecken als Parasiten an und töten die Tiere von innen. Für den Menschen und alle warmblütigen Tiere sind Nematoden nicht gefährlich oder störend.

5. Wählerisches Anpflanzen

Schnecken sind wählerischer als man denkt. Sie lieben grüne Salate und hassen alles, was stark riecht und dicke, flaumige Blätter hat. So bleiben etwa Lavendel, Kapuzinerkresse, Thymian und Rosmarin verschont. Auch Lauchpflanzen wie Zwiebel, Knoblauch oder auch Bärlauch werden nicht angerührt. Sogar der rote Salat wird wegen seiner Bitterstoffe von den Schnecken verschmäht.

6. Schnecken sammeln

Eine eher mühsame, aber doch wirksame Methode ist es immer noch, die Schnecken eigenhändig morgens in einem Kübel einzusammeln. Mittags wird man sie kaum finden, da sie sich im an feuchten, kühlen Stellen verstecken. Mit diesem Wissen kann man auch Fallen aufstellen: Einfach nasse Säcke im Garten verteilen und die Schnecken verkriechen sich darin. Am Nachmittag kann man dann die Schneckenpracht „ernten“. Um ihnen endgültig den Garaus zu machen, halbiert man sie einfach mit einem spitzen Werkzeug oder gießt sie mit kochendem Wasser auf. Dabei leiden sie am wenigsten. Wer sie nicht töten möchte, setzt die Schnecken auf einer entfernten Wiese aus, hauptsache nicht im Garten des Nachbarn!

7. Sich mit den Nachbarn verbünden
Nachbarn sind die wichtigsten Verbündeten, wenn es um Schneckenbekämpfung geht. Sie haben meist dasselbe Problem. Es ist also ratsam, die Schnecken mit vereinten Kräften zu bekämpfen, sodass sich die Plagegeister nicht von einem Garten in den nächsten verkriechen können.

8. Morgens gießen, nicht abends
Schnecken mögen ein feuchtes Klima, daher sind sie auch am frühen Morgen am aktivsten. Am Morgen ist die Wiese noch nass vom Tau und die Tiere fühlen sich pudelwohl. Am besten gießt man also auch in dieser Zeit, wenn der Garten sowieso nass ist. Wird stattdessen am Abend gegossen, haben die Schnecken noch am späten Abend genügend Feuchtigkeit und viel Zeit zum Fressen der leckeren Salatblätter.

9. Bei Schneckenkorn auf die Inhaltsstoffe achten!

Gärtnern, die auf das klassische Schneckenkorn nicht verzichten möchten, sei empfohlen auf die Inhaltsstoffe zu achten. Metaldehyd und Methiocarb sind sehr giftige Stoffe, und sogar Haustiere wie Katzen und Hunde können schwere Vergiftungen davontragen. Ungefährlich für Mensch und Tier ist Eisen-III-Phosphat, das sich in der Erde in die Pflanzennährstoffe Eisen und Phosphat umwandelt. Ökologisch unbedenkliche Alternativen sind außerdem Traubenkernmehl und Sägespäne, allerdings sind die nach einem einzigen Regenguß wirkungslos und man muss erneut streuen.

10. Kupferblech
Sehr gut bewährt sich ein etwa 10 cm breites Band aus Kupferblech das man rund um den Garten an der Unterkante eines Brettes annagelt. Die Schnecken können nicht mit ihrer Schleimhaut das Blech überqueren, da dies eine elektrische Reaktion auslöst.